Wir mussten improvisieren. So viele Besucher:innen kamen zur
Eröffnung unseres "Café BiBi" am Dienstag vergangener Woche, dass die rund 40
Sitzplätze im Caféraum des "Bienenstock" nicht ausreichten. Also stellten wir
noch Tische und Stühle in den großzügigen Eingangsbereich, bis alle Gäste sich
setzen konnten.
Aber von vorn. Am 13. April hatte sich eine Gruppe von
Menschen aus Bietigheim getroffen, die einen Begegnungsraum im Ort schaffen
wollen. Die Gruppe hat sich als eine von mehr als zehn Projektgruppen im Rahmen
der Sorgenden Gemeinschaft gebildet, die sich insgesamt seit zwei Jahren für
eine bessere Vernetzung und gegenseitige Unterstützung der Bietigheimer
Bürgerschaft engagiert. Aus der Sorgenden Gemeinschaft heraus wird zurzeit ein
Bürgerverein gegründet, der auch uns ein solides organisatorisches und juristisches
Fundament bieten wird.
Anlass für das Apriltreffen der "Cafégruppe BiBi" war der
Abschluss des Umbaus des ehemaligen Evangelischen Gemeindezentrums zum
"Bienenstock", Ötigheimer Weg 2. Dort gibt es hellen, freundlichen Raum, in den
man gerne Leute einlädt.
Das Café BiBi ist hell und
einladend.
Und die Einladung soll niedrigschwellig sein, also mit
niedrigen Getränke- und Kuchenpreisen ab 1€. Kaffee und Kuchen sind wichtig,
aber am wichtigsten ist die Begegnung zwischen Menschen, die sich schon kennen
oder auch noch nicht.
Unser Ziel war ehrgeizig. Am Dienstag 2. Juni wollten wir
das erste Mal öffnen. Mit minimalem Aufwand an Sitzungen (zwei) und innerhalb
von sechs Wochen haben wir unsere Organisation auf die Beine gestellt. Pünktlich
um 14 Uhr wurde das Café eröffnet. Wolfgang Bernart spielte ein Willkommenslied
auf seiner Gitarre und sang dazu. Ingrid Heck-Fütterer von unserer Cafégruppe
hielt eine kurze Begrüßungsansprache. Und dann ging es noch eine halbe Stunde
weiter mit Musik. Und dann begann der informelle Teil mit regen Gesprächen an
den Tischen.
Wolfgang "Abe" Bernart
und Hardy Dürrschnabel sorgten für musikalische Stimmung.
Insgesamt durften wir etwa 85 Gäste begrüßen. Das war für
unsere Gruppe eine große Bestätigung, dass wir mit unserem Angebot tatsächlich
einem Bedürfnis vieler Menschen nachkommen. Alle die wir fragten, haben uns ein
positives Echo gegeben. Ein Mangel war der hohe Geräuschpegel. Der Caféraum
muss künftig besser gedämmt werden. Die Eigentümerin des "Bienenstock", die Dr.
Jakob Kölmel Stiftung, hat sich schon am gleichen Abend Gedanken über Verbesserungsmaßnahmen
gemacht.
Wir werden im Juni und Juli das Angebot so aufrechterhalten.
Wir öffnen das "Café BiBi" jeden Dienstag von 14 bis 17 Uhr. Jede und jeder ist
herzlich eingeladen. Es liegen Zeitungen aus, wir werden Karten -und
Brettspiele organisieren und ab und zu wird vielleicht auch wieder Musik
gespielt. Mitte Juli werten wir die Erfahrungen aus und planen weiter.
Unser preisliches Konzept beruht darauf, dass wir nur
Filterkaffee anbieten und dass wir auf selbstgebackene Kuchen setzen. Wer also
Zeit und Lust hat, uns mit einem Backwerk zu unterstützen (natürlich gegen
Kostenersatz für die Zutaten), kann sich bei Eva Zehe melden, unserer
"Kuchenbeauftragten" (Tel. 07245/1251).

